Nachhaltigkeit

Sonntag, 12. August 2007

CO2 Bilanz beim Reisen...

Im Rahmen der Recherche für meinen nächsten Podcast zum Thema „Nachhaltigkeit im Urlaub, Teil 2“ bin ich auf zwei Seiten gestoßen, mit denen man seine persönliche CO2 Bilanz beim Reisen abschätzen kann. Bereits bekannt war, dass über Atmosfair (www.atmosfair.com) die CO2 Bilanz errechnet werden kann, die mit Flugreisen verbunden ist. Dabei wird auch informiert, wie viel eine Flugreise z.B. im Vergleich zu einem verträglichen „Jahresbudget“ aussieht und wie man sie kompensieren kann.

Eine zweite Seite ist in diesem Zusammenhang zu empfehlen, mit der man Reisealternativen berechnen kann. Es ist die Seite greenmiles. Dabei kann man Flug, Bahn und den eigenen PKW miteinander vergleichen und erhält Werte, die die persönliche Mobilitätsentscheidung erleichtern. Man kann sogar Teiletappen kombinieren und erhält damit eine wirkliche Aussagekraft. Ein paar Schwachpunkte hat das Tool aber noch. Egal, ob man mit Flugzeug, Bahn oder PKW unterwegs ist, die Strecken zwischen zwei Punkten sind immer annähernd gleich, egal welche Strecke tatsächlich gewählt wird. Aber auch die Überlegung, dass zwei oder mehr Personen einen PKW gemeinsam nutzen, wirkt sich nicht auf die (persönliche) Bilanz aus. Für die Strecke Graz-Verona-Graz, die ich im Urlaub mit meiner Gattin zurückgelegt habe, betragen z.B. die CO2-Emissionen mit unserem PKW 153 kg. Dabei ist es egal, dass wir zu zweit unterwegs waren, es hätte auch keinen Unterschied gemacht, ob wir zu dritt, zu viert oder ob ich alleine unterwegs gewesen wäre. Hätte eine Person diese Strecke mit dem Flugzeug zurückgelegt, so wäre der Flug mit 157 kg CO2 ungefähr gleich belastend gewesen.... Trotz dieser Einschränkungen ist diese Seite sehr empfehlenswert. Auch hier kann man seine CO2 Emissionen durch die Unterstützung von Klimaprojekten kompensieren, um klimaneutral mobil zu sein.

Links:
www.atmosfair.com
www.Greenmiles.de
www.myclimate.org

Mittwoch, 25. Juli 2007

CSR – beyond compliance

SustainAbility, einer der globalen Nachhaltigkeitspioniere, der in Partnerschaft mit UNEP und anderen Einrichtungen immer wieder Studien zur Nachhaltigkeit erstellt und aufzeigt, wie Nachhaltigkeit in die tägliche Praxis umgesetzt werden kann, erwähnt in einem seiner Podcasts die Ergebnisse einer Untersuchung über den Einsatz von CSR. Dabei wird darauf hingewiesen, dass viele Firmen, die CSR (Corporate Social Responsibility) zuerst nur als die Notwendigkeit gesehen haben, mit bestehenden Gesetzen in Einklang zu sein (=compliance), in der Zwischenzeit erkannt haben, dass durch den partnerschaftlichen Umgang mit Kunden und Lieferanten (=den Stakeholdern des eigenen Unternehmens), die Herausforderung eine völlig andere geworden ist. CSR trägt dazu bei, nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Ähnliches lässt sich auch in einem Artikel des Harvard Business Manager vom Juli 2007 nachlesen. Im Gespräch erläutert Toyotas CEO Katsuaki Watanabe den „Toyoto-Weg“, der trotz langjähriger Praxis erst vor wenigen Jahren schriftlich festgehalten wurde. Er enthält zwei Säulen, den kontinuierlichen Fortschritt und den Respekt für Menschen. Beim Respekt für den Menschen artikuliert Toyota, dass die Firma Verantwortung für ihr Handeln übernimmt und ihr Bestes gibt, um gegenseitiges Vertrauen zu schaffen. Der kontinuierliche Fortschritt beinhaltet eine langfristige Perspektive und eine Vision. Dies trägt zu dem Erfolg bei, den Toyota nun seit Jahrzehnten hat. Watanabe meint abschließend: „Wir haben kein Genie in unserer Organisation. Wir machen nur das, was wir für richtig halten, und versuchen dabei Tag für Tag, Kleinigkeiten zu verbessern. Doch wenn sich sehr kleine Verbesserungen 70 Jahre ansammeln, dann werden sie zu einer Revolution“.

Das, was Toyota in seinem Zwei-Säulen-Konzept niederschreibt, hat sehr viel mit dem zu tun, was CSR bedeutet. Für mich zeigt sich, dass CSR ernst genommen weit mehr ist als das Marketing-Tool bzw. die CSR-Etikette, die sich manche Unternehmen heute auf ihre Öffentlichkeitsarbeit kleben wollen. Die Frage, ob das Konzept des verantwortungsvollen Umgangs mit den Stakeholdern, von denen die Mitarbeiter die ersten und – weil für den langfristigen Unternehmenserfolgt die wichtigsten Stakeholder sind – wirklich verstanden und gelebt wird, stellt sich sehr schnell. CSR bedeutet unter anderem, den Mitarbeitern Verantwortung zu übertragen – im Extremfall so viel, dass sie - wie bei Toyota - die gesamte Produktion zum Stillstand bringen können. Hier zeigt sich, ob CSR angekommen ist und „beyond compliance“ geht, d.h. über die – eigentlich selbstverständliche Einhaltung von gesetzlichen Verpflichtungen.

Link: http://www.sustainability.com/podcasts/podcasts.xml

Mittwoch, 11. Juli 2007

PR ist die bessere Werbung

In der Wirtschaft vollzieht sich zur Zeit ein Wandel, der von vielen Unternehmen noch nicht wahrgenommen wird. Herkömmliche Werbung ist zwar wichtig, wesentlich wichtiger wird aber das, was über Unternehmen gesagt wird, wie über Unternehmen in der Öffentlichkeit gesprochen wird. Das umfasst nicht nur die herkömmlichen Berichte in der Regenbogenpresse oder auf den Seiteblicke-Seiten, sondern vor allem auch die face-to-face-Kommunikation, die von vielen als Tratsch bezeichnet wird.

Wenn Sie Zweifel daran haben, dann denken Sie doch daran, worauf Sie sich mehr verlassen. Auf die Empfehlung des Verkäufers oder auf die Erfahrungen, die Ihnen ein Freund, ein Bekannter oder jemand über Internet über ein Produkt mitgeteilt hat? Wahrscheinlich wird es zweiteres sein. Dies stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Wie können sie ihr Bild in der Öffentlichkeit prägen oder besser gesagt, wie können sie verhindern, dass schlecht oder zumindest kritisch über sie kommuniziert wird? Nun, die Voraussetzung ist sicherlich, keine Leichen im Keller begraben zu haben und als Unternehmen authentisch zu sein. Zielführend ist es aber auch, sich über die Zusammenarbeit mit unabhängigen Dritten (NGOs, Experten etc.) Gedanken zu machen, die eigenen Schwachpunkte zu erkennen und daran zu arbeiten.

Was mit CSR (corporate social responsibility) als neues Schlagwort daher gekommen ist, ist mehr als nur ein neuer Werbegag. Es trägt mit dazu bei, dass Unternehmen glaubwürdiger werden und gut über sie gesprochen wird. Und gute Mundproganda (egal ob live oder über Internet) ist unbezahlbar. Womit wir beim Titel wären – PR ist die bessere Werbung!

Dienstag, 10. Juli 2007

Ebay als Gegenentwurf zur Wegwerfgesellschaft

Eine Ebay-Werbung der letzten Wochen regt zum Nachdenken an. Es wird dazu ermuntert, in Kellern und auf Dachböden zu schauen, ob man Dinge findet, die man über Ebay versteigern kann, um sein Urlaubsbudget aufzubessern.

Ein Gedanke, der dabei nicht erwähnt wird, der aber in dem sehr lesenwerten Buch „Wir nennen es Arbeit“ von Holm Friebe und Sascha Lobo auf Seite 237 Eingang findet, ist die Tatsache, dass nun Produkte, die früher in Kellern und auf Dachböden vergammelten oder direkt auf den Mist wanderten, wieder in den Wirtschaftskreislauf eingeschleust werden. Zum Teil werden defekte Produkte auf den Markt gebracht, die von Bastlern wieder in Stand gesetzt werden, zum Teil werden auch Produkte, die gerade aus der Mode gekommen sind oder technisch ein wenig veraltet sind („wer kauft in einem Geschäft einen PC, der zwei Jahre alt ist und noch nicht gebraucht wurde?“) einer neuen Verwendung zugeführt.

Ich denke, dass sich hier unbemerkt aber doch ein paar Prinzipien durchsetzen, die in der Wissenschaft schon eine Zeitlang bekannt sind: dass die Produktlebensdauer durch Reparatur und Weiterverwendung erhöht werden kann und dass dadurch ein Markt für Gebrauchtgüter zu wachsen beginnt, der nicht unbedingt planbar, im Sinne der Nachhaltigkeit aber erwünscht ist. Angeblich soll das erste Produkt, dass der ebay-Gründer Pierre Omidyar verkauft hat, ein defekter Laserpointer gewesen sein. Wurde damit das Ende der Wegwerfgesellschaft eingeläutet? Das ist wahrscheinlich genauso vermessen wie die Feststellung, dass Ebay ein Gegenentwurf zur Wegwerfgesellschaft ist. Aber offensichtlich kann Ebay doch stärker zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise beitragen, als uns bisher bewusst ist!

Montag, 9. Juli 2007

Olympische Spiele – unter einem guten Stern?

Vor wenigen Tagen ist die Entscheidung für die olympischen Spiele 2014 in Sotschi an der russischen Schwarzmeerküste gefallen. Nach den „Abenteuerberichten“ aus Guatemala herrscht in Österreich nun „Trauer“ und Enttäuschung, dass Salzburg das Rennen nicht gemacht hat. Abseits dieser „lokalen Aspekte“ gibt einige weitere Aspekte rund um die Entscheidung, die nachdenklich stimmen. Die Entscheidung wurde in Guatemala gefällt. Dieses wunderschöne Land in Mittelamerika ist aufgrund seiner indianischen Kultur reizvoll – die tagtägliche Gewalt verhindert aber, dass der Tourismus wieder erstarkt und es dadurch zu einem Wirtschaftsaufschwung kommt, an dem die arme Bevölkerung vielleicht doch einmal profitieren könnte. Die dramatische Situation von Guatemala wurde in diesen Tagen kaum transportiert, man fragt sich nur, in welchem Land der Erde solch eine Entscheidung noch unsensibler gewesen wäre? Mit der Entscheidung für Sotschi geben die Meldungen zu denken, die nun in den Medien transportiert werden. Etliche olympische Anlagen sollen mitten in einem Urwald errichtet werden, 84% der Anlagen befinden sich in einem geschützten Nationalpark, der Teil des UNESCO-Weltnaturerbes ist. Für die Errichtung des olympischen Dorfes soll laut Zeitungsberichten ein ganzes Dorf umgesiedelt werden.

All dies stimmt nachdenklich. Olympische Spiele – ein völkerverbindendes, sportliches Fest des Friedens? Hier scheint es, dass die Spiele durchgeführt werden, ohne auf Menschen und Umwelt allzu sehr Rücksicht zu nehmen.

Sonntag, 8. Juli 2007

Urlaubsreif? – Nachhaltigkeit im Urlaub!

Jetzt, Anfang Juli begegnet man immer mehr Leuten, die sich nach Urlaub sehnen. Das Arbeiten geht langsam von der Hand, die Fehler häufen sich, die Motivation lässt nach. Kennen Sie das? Dann sind Sie wahrscheinlich auch urlaubsreif.

Mir geht es jedenfalls so, dass ich mich bereits nach Ausspannen und Erholung sehne und so habe ich für meinen neuesten Podcast überlegt, was Nachhaltigkeit im Urlaub bedeuten könnte.

Wenn Sie Interesse haben, dann hören Sie sich diese Ausgabe doch an. Sie ist auf dem ersten deutschen Edutainmentportal Abenteuer Leben unter www.abenteuer-nachhaltigkeit.de zu finden. Sie können aber auch nachlesen, was zur Nachhaltigkeit im Urlaub zu finden ist. Auf der Homepage des Landes Steiermark finden Sie ein Info-Blatt zu "Nachhaltigkeit ist .... sinnvoller Urlaub", das ich vor einiger Zeit geschrieben habe.

Dienstag, 26. Juni 2007

Persönliche Nachhaltigkeit

Vergangene Woche gab es im Burgenland ein Treffen des Akteursnetzwerkes Nachhaltiges Österreich. Bis zu hundert Personen nahmen an dem zweitägigen Treffen teil, das unter anderem dem Rückblick auf den vor zwanzig Jahren veröffentlichten Brundtlandbericht galt. Zu Beginn stand die Definition der persönlichen Stolpersteinen, die uns an einem nachhaltigen Lebensstil hindern. Die Themen, die auf die Steine geschrieben und der Gruppe zum Teil präsentiert wurden, waren vielfältig: die fehlende Kommunikation mit anderen, Bequemlichkeit und die Schwierigkeit, für sich selbst eine ausgeglichene Work-Life-Balance zustande zu bringen - die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Die Frage nach der persönlichen Nachhaltigkeit war es auch, die mich überlegen ließ, mit welchem Verkehrsmittel ich einen zweitägigen Termin in Wien wahrnehmen sollte. Mit dem eigenen PKW wäre ich von Haus zu Haus in unter zwei Stunden und vor allem heute, nach dem letzten Termin um 20.00 Uhr oder etwas später wieder zurück in Graz. Langes Herumrechnen, wie viel reine „Fahrzeit“ und wie viel produktive Zeit („Arbeit am Laptop im Zug“) ich haben würde, wenn ich mit Bus und Bahn unterwegs wäre, vor allem aber die Erinnerung an die persönliche Nachhaltigkeit und damit die Frage der CO2 Bilanz, der Kosten und des „reinen Gewissens“ waren es, die mich den Zug nehmen ließen. Ein wenig habe ich es bereut: gestern war einer der heißesten Tage des heurigen Sommers. Die Zuggarnitur war ein „eingeschobener“ Regionalzug ohne Klimaanlage, ohne Steckdosen und die Qualität des Wagenmaterials war mies. Der Slogan der ÖBB „Bahn fahren – Nerven sparen“ traf in diesem Fall wohl nicht ganz zu... Während auf der Westbahn zwischen Wien und Salzburg modernste Hochgeschwindigkeitszüge verkehren, war dieser Zug das genaue Gegenteil.

Ein Gedanke tröstet ein wenig. Im Brundtland-Report, den ich für meinen letzten Podcast wieder einmal studierte, stand unter anderem ein Satz, den wir immer wieder vergessen. Nachhaltigkeit bedeutet wohl auch, dass der Lebensstil, den wir in den reichen Ländern des Nordens leben, auf Dauer nicht möglich sein wird und wir den Ressourcenverbrauch drastisch reduzieren müssen. So habe ich in diesen Tagen nachhaltig gehandelt, auch wenn dies mit einem kleinen, aber verkraftbaren Komfortverzicht verbunden war!

Link: Podcast "Die globale Dimension der Nachhaltigkeit"

Freitag, 15. Juni 2007

Bio boomt!

Bio boomt, lautet die Schlagzeile in einer heutigen Gratiszeitung. Und der Untertitel dazu – weil wir alle klüger werden. Im Inneren berichtet das Blatt, dass einer Statistik der Agrar Markt Austria zufolge der Konsum von Bio-Produkten seit 2003 um mehr als 35% zugenommen hat. Laut Umfrage greifen schon 87% der Österreicherinnen und Österreicher regelmäßig zu Bioprodukten, auch wenn sie teurer sind. Vor allem Milch, Eier und Erdäpfel aus biologischem Anbau werden bevorzugt. Ein Ende des Booms ist nicht erkennbar, mehr als 77% der Konsumentinnen und Konsumenten wünschen sich ein noch größeres Bioangebot.

Gleichzeitig mit diesem Umfrageergebnis fallen mir zwei Artikel ein, auf die ich in den letzten Tagen gestoßen bin. Im ersten Beitrag stand, dass China ein Hoffnungsmarkt ist, weil immer mehr Bioprodukte in großem Ausmaß in China produziert werden. Der zweite Beitrag berichtete, dass es in der Steiermark zu wenig Biobauern gibt und die Landwirtschaftskammer wirbt, dass mehr Landwirte auf diese umweltverträgliche Produktionsform umsteigen.

So positiv der Boom an Bioprodukten in Angebot und in Nachfrage ist, so ist doch weiterhin (oder mehr als bisher?) der gesunde Menschengestand gefragt. Es gibt etliche Studien, die nachweisen, dass der Vorteil der niedrigeren Schadstoffbelastung und Energieintensität durch eine Transportentfernung von mehr als 70 bis 100 km gegenüber konventionell produzierten Lebensmitteln aus der Region verloren geht.

Als Konsument ist man auch bei Bioprodukten gefordert, auf die Herkunft zu schauen. Denn sonst weicht das gute Gewissen, bio gekauft zu haben, schnell der Ernüchterung, dass die Bioprodukte um die halbe Welt gekarrt wurden und damit mehr Umweltbelastung verursacht haben, als sie eigentlich einsparen sollten!

Mittwoch, 30. Mai 2007

Bio(logisch) reisen

Die Firmung meines Neffen und die Tatsache, dass ich Firmpate war, nahmen meine Frau und ich zum Anlass, mit ihm und seinem Bruder einen Firmausflug nach München zu unternehmen. Da wir München so gut wie nicht kannten, suchten wir unser Hotel über das Internet. Nach etlichen Versuchen und einer schier endlosen Zahl von Hotels, die die Suchmaschine auswarf, engten wir die Suche ein: es sollte ein Biohotel sein. Und plötzlich war es nur mehr ein Hotel, das Google auswarf: das Hotel Alter Wirt der Familie Portenlänger in Grünwald am Rande von München, dem ersten und bisher einzigen Biohotel im Großraum München.

Die Wahl hat sich gelohnt. Das Hotel war einladend, die Zimmer frisch renoviert. Klare Formensprache, unbehandelte bzw. bestensfalls geölte Holzoberflächen ließen erkennen, dass man es hier mit Bio ernst nimmt. Ein Naturkostladen befindet sich im Haus und man kann die Produkte, die man beim fantastischen Frühstücksbuffet zu sich nimmt, im Laden daneben käuflich erwerben (leider waren wir zum Wochenende da und der Laden geschlossen). Als Kaffee erhält man wohlschmeckenden Nicaragua Libre Kaffee, Säfte, Wurst und Käse stammen so wie die anderen Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau.

Das freundliche Team umfasst 45 Personen aus 10 Nationen, von Indonesien über Dänemark und Venezuela bis Oberbayern. „Auf diese kulturelle Bereicherung unseres Hauses sind wir besonders stolz“, steht auf der Homepage des Alten Wirts und im Gespräch erzählt mir Uli Portenlänger, dass das Hotel seit eineinhalb Jahren umgestellt hat. „Ein wenig Bauchweh hatte ich schon“, meinte er - ich finde, dass dies zumindest nicht mehr notwendig ist. Der Alte Wirt ist ein Vorzeigebetrieb, bei dem man erkennen kann, dass es eine neue Form des Bewusstseins gibt. Ein Bewusstsein im Hinblick auf den Umgang mit wertvollen Ressourcen, aber auch im Angebot für den Gast. Ich wünsche der Familie Portenlänger viel Erfolg mit seinem Biohotel und hoffe, dass es uns bald wieder nach München verschlägt. Das nächste Mal müssen wir nicht mehr suchen – wir wissen, dass wir beim Alten Wirt bestens aufgehoben sind!

Link:
- Hotel Restaurant Alter Wirt in Grünwald/München
- Biohotels

Dienstag, 29. Mai 2007

Fair wear – was würden Sie für faire Kleidung zahlen?

An der Universität Graz hat sich in den letzten Monaten eine Gruppen von Studierenden mit der Frage befasst, ob sich die Idee von Fairtrade nicht auch auf Kleidung umsetzen lässt. Unter Leitung von Bettina Steinbrugger von AIESEC wurden eine Woche lang in den Grazer H&M Filialen mehr als 1.700 Kundinnen und Kunden befragt, ob sie bereit wären, für Kleidung aus fairem Handel mehr Geld auszugeben.

Die Ergebnisse der Befragung sprechen eine klare Sprache:
  • 55,1% der Befragten war das Thema bekannt.
  • Über 85% der Befragten würden Kleidung aus fairer Produktion anderer Kleidung vorziehen.
  • 84% der H&M Kunden gaben an, dass sie für fair produzierte Kleidung mehr Geld ausgeben würden, wobei für ein Stück um € 10,-- 4,5% der Befragten angaben, 50 Cent mehr auszugeben, 38,5% würde einen Euro mehr bezahlen und 56,9% würde dafür um € 2,-- tiefer in die Tasche greifen.
Die Ergebnisse bestätigen nicht nur die jungen Studierenden. Sie zeigen auf, dass es für Unternehmen Sinn macht, sich mit Fragen des fairen Handels und einer sauberen Lieferantenkette zu befassen. Dies bestätigt sich auch in einem Interview, das ich vor kurzer Zeit mit dem Grazer Universitätsprofessor und CSR Experten Bernhard Mark-Ungericht führte, in dem dieser von Mitgliedern der Ethical Trading Initiative berichtete.

Aus meiner Sicht muss es offensichtlich beides geben, damit wir faireren Bedingungen näher kommen: Unternehmen, die als Vorreiter tätig sind, vor allem aber uns als Konsumenten, die dieses Engagement durch die Kaufentscheidung würdigen (wenn es vorhanden ist), oder die nach den Produktionsbedingungen fragen, um Anbieter zu einem faireren Einkaufsverhalten zu ermuntern.

Links:
- AIESEC Graz - Projekt "fair wear"
- Interview Bettina Steinbrugger
- Interview Bernhard Mark-Ungericht

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